Dienstag, 06. Februar 2018

Entscheider im Sportbusiness sollten umdenken

Das zurückliegende Jahr 2017 war für die Sportbusiness-Branche so umwälzend wie kein anderes zuvor. Streamingdienste wie Dazn und internationale Großkonzerne wie Facebook drängten mit Macht auf den Sportrechtemarkt, Ligen erzielten weiterhin Rekordsummen, getrieben durch neue TV-Verträge, und Fußball wurde mehr denn je Gegenstand geopolitischer Strategien. All dies wurde begleitet von einer grundlegenden Veränderung im Konsumentenverhalten vor allem der jüngeren Generationen, die die gesamte Sportbusiness-Branche vor ungeahnte Herausforderungen stellt.

Auf Grundlage dieser disruptiven Entwicklungen ist die SPOAC Sportbusiness-Studie 2018 entstanden, die das Center for Sports and Management (CSM) nun bereits im dritten Jahr in Folge Ende Januar herausgegeben hat. Im Fokus stand in diesem Jahr die sogenannte „Generation Z“ (geboren ab 2000), die unsere Gesellschaft und auch das Sportbusiness in den nächsten Jahren prägen wird. Denn wer dachte, dass die „Digital Millennials“ (1980-2000) in ihren Erwartungen, in ihrer Art zu leben und in ihrem Konsumverhalten eine Herausforderung darstellen, dem werden die Post-Millennials erst recht Schweißperlen auf die Stirn treiben.

Die Ergebnisse der Befragung von über 200 Kapitalgebern, Führungskräften und Mitarbeitern der Sportbusiness-Branche sowie einer repräsentativen Umfrage unter 3000 Personen in Deutschland sind eindeutig. Sie zeigen, dass diese neue Konsumentengeneration ernst genommen werden muss. Verantwortliche von Clubs, Ligen und Verbänden benötigen eine neue Geisteshaltung, denn ein Weitermachen wie in der Vergangenheit wird diesmal nicht funktionieren. Es muss Abschied genommen werden von vermeintlich allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten wie „Fußball geht immer“. Geschäftsmodelle im Profisport müssen in den kommenden Jahren überdacht oder neu gedacht werden, ansonsten wird der Anschluss an die Generation Z verloren gehen.

Mehr Informationen und Download der SPOAC Sportbusiness-Studie 2018

Foto: imago/Ulmer