Wenn aus Management-Theorie ein Learning Center entsteht - General Management Plus Program

Im November startete der zweite Durchgang des General Management Plus Programs des Bereiches WHU Executive Education. Das Weiterbildungsprogramm richtet sich an Führungskräfte der mittleren Managementebene und verbindet General Management Wissen mit praktischer Umsetzung. Über acht Monate hinweg nehmen die Teilnehmer an drei Theoriemodulen an der WHU teil und wenden Gelerntes auf einen Business Plan für ein Lernzentrum in Kambodscha an. Im vierten Modul werden sie nach Kambodscha reisen, und beim Aufbau des Lernzentrums eigenhändig mithelfen.

Eine Teilnehmerin des Programms berichtet vom ersten Modul:

Wenn aus Management-Theorie ein Learning Center entsteht

Mit einem fünftägigen Modul zum Thema Business und Strategie begann das berufsbegleitende mehrmonatige General Management Plus Programm (GMP+) am WHU Campus in Düsseldorf. Neun weitere Teilnehmer und ich blicken zurück auf eine intensive Woche mit Seminaren, Diskussionsrunden und Personal Coaching sowie den Start unseres „Business Impact Projekts“ in Kambodscha.

Was das WHU GMP+ von anderen Executive Programmen unterscheidet und für mich persönlich sehr besonders macht, ist die außergewöhnliche Kombination aus Theorie und Praxis: Gemeinsam mit anderen Professionals aus unterschiedlichen Branchen werde ich das Gelernte bei der Entwicklung und Umsetzung eines Social Business für bessere Bildung in der „Welt da draußen“ anwenden.


Begleitet wird unser Team bei der Planung und Implementierung des Learning Centers in Kambodscha von der NGO BOOKBRIDGE, die Brücken zwischen Menschen und Kulturen baut. BOOKBRIDGE brachte uns während eines intensiven Workshop-Tages Kambodscha näher und machte uns große Lust auf unsere interkulturelle Lern-Herausforderung. Erste Videokonferenzen vernetzten uns direkt mit unseren lokalen Projektpartnern in Asien – die ersten Brücken sind gebaut.

Mit geballter Expertise unseres Teams im Rücken, neuem Wissen, der beflügelnden Motivation und Inspiration vieler freue ich mich auf unsere gemeinsame Lernreise – und auf Kambodscha!

Ann-Kristin Montino, Stiftung Mercator GmbH

Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

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CIO Leadership Excellence Program an der WHU

Vom 20. bis 24. Oktober begrüßte das Executive Education Team 19 IT-Manager auf dem WHU Campus Vallendar. Auf der Agenda ihres WHU-Weiterbildungsprogrammes stand die Erweiterung des General Management Wissens und der Führungskompetenz. Das CIO Leadership Excellence Programm, das in Kooperation mit dem CIO Magazin sowie mit Unterstützung von Hewlett-Packard und der CIO Stiftung ausgerichtet wird, findet jährlich bereits seit 2012 statt.

Während der fünf Tage haben sich die Führungskräfte intensiv mit den Themen Strategie, Leadership und Wettbewerb auseinandergesetzt. Konkret haben die Teilnehmer in einer Business Simulation unter Anleitung von WHU Professor Thomas Hutzschenreuter die Rolle eines CEO eingenommen und mussten mehrere Lebenszyklusphasen eines Unternehmens durchlaufen und ihr Unternehmen managen. Neben dem inhaltlichen Austausch bot das CIO Leadership Excellence Program vielfältige Gelegenheiten, neue Kontakte in der CIO Community zu knüpfen, wie z.B. bei einem gemeinsamen abendlichen Kochprojekt.

Die meisten Teilnehmer, die in namhaften Unternehmen wie SMA Solar Technology, EON SE, BMW Group oder HP Deutschland GmbH tätig sind, werden sich im nächsten Jahr wiedersehen, denn: Wer ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme erhalten möchte, der absolviert neben dem Basismodul in Deutschland noch ein Auslandsmodul in Indien oder China mit dem Fokus auf Interkulturelles Management und erarbeitet eine Abschlussarbeit. Im Mai verbrachten knapp 20 Manager bereits eine Woche in Shanghai und Beijing, im Frühjahr 2015 steht der Besuch in Mumbai und Bangalore in Indien an.

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Auf der Suche nach dem Local Hero

Engagierte Führungskräfte eröffnen Lernzentrum in Kambodscha

Im fast 10.000 Kilometer entfernten Kambodscha betraten am 2. Mai 2014 zehn Manager ein gelb angestrichenes Gebäude. Um sie herum liefen hunderte Kinder; auch sie wollten das Gebäude von innen sehen. Sie alle verband die Neugierde, das neu eröffnetes Lernzentrum im ländlichen Tonloab in Kambodscha zu erkunden. Ein wenig erinnert es an eine Bibliothek – lange Regalreihen mit Büchern, sortiert nach Themen und Sprachen.

Bildung ist ein wertvolles Gut, das in Kambodscha gerade in ländlichen Regionen nicht allen zur Verfügung steht. Den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, war für die Teilnehmer des General Management Plus Programms der WHU neun Monate lang eine Vision, die im Mai realisiert wurde. Unterstützung erhielten die Führungskräfte vom Sozialunternehmen BOOKBRIDGE, das in Kambodscha und der Mongolei Lernzentren baut. Für die Teilnehmer standen seit September 2013 drei Theoriemodule an der WHU auf dem Plan, in denen sie das nötige Fachwissen in den Bereichen Strategie, Innovation, Führung und Unternehmertum lernten. In dieser Zeit wurde auch ein Business Plan für das Business Impact Projekt erarbeitet; Ziel war es, dass sich das Lernzentrum, das sie im vierten Programm-Modul in Kambodscha eröffnen würden, innerhalb eines Jahres selbst finanzieren kann.

Bereits im ersten Modul im September hatte Carsten Rübsaamen, Gründer von BOOKBRIDGE, den Teilnehmern eine Einführung in das Land und die Kultur Kambodschas gegeben. Von da an hielten sie in Kleingruppen regelmäßig abends Telefonkonferenzen ab, um den aktuellen Stand dieses Business Impact Projects zu besprechen. „Zunächst haben wir uns in Teams aufgeteilt, die sich mit den verschiedenen Themenbereichen beschäftigten“, erzählt Programmteilnehmerin Rebecca Stallbaumer. „Es galt die Bedürfnisse der Gemeinde vor Ort herauszufinden, ein „Local Hero“ musste gesucht werden, der das Lernzentrum zukünftig leiten soll und es gab natürlich auch ein Team, welches ein geeignetes Gebäude finden musste und eines, das sich mit Marketing und Kommunikation beschäftigte.“ Sich abends noch nach einem langen Arbeitstag im Vollzeitjob die Zeit zur Besprechung zu nehmen, erforderte natürlich auch höchste Disziplin und einiges an Organisation von den Teilnehmern. Highlights während der Vorbereitungszeit waren der „Investor Pitch“, bei dem die Projektgruppe ihren Business Plan dem Investor „UBS Stiftung“ erfolgreich präsentierte und die Nachricht aus Kambodscha den Kleinunternehmer Vannak Pen als Local Hero für das Lernzentrum gefunden zu haben.

„Das war schon eine Herausforderung für das gesamte Team, als wir vor Ort in Kambodscha waren“, gibt Stallbaumer offen zu. Die Teilnehmer hätten sich zuvor nur bei den Modulen am Campus in Düsseldorf getroffen und kennengelernt, eine Woche zusammen in Kambodscha bei schwül-heißem Wetter, anderen Hygienebedingungen und anstrengendem Programm sei schon etwas anderes. „Wir haben alle gut zusammen gearbeitet, wir haben auf die Stärken aller Teammitglieder gesetzt. Es gab zum Beispiel einen Designer und einen Bauingenieur in unserem Team, die haben sich dann besonders eingebracht, als es um die baulichen Änderungen am Gebäude und die Inneneinrichtung ging“, erinnert sich Stallbaumer. Das Lernzentrum befindet sich in einem Gebäude einer Schule in Tonloab in der Provinz Takeo. Das lokale Erziehungsministerium hatte bei der Suche nach einem geeigneten Ort geholfen. Es gibt dort nun Bücher in Englisch und in der Amtssprache Khmer und einige Computer, die von der Firma eines Teilnehmers gespendet wurden. Ebenfalls sei es eine große Herausforderung gewesen, mit den sehr unterschiedlichen kulturellen Werten zu Recht zu kommen. So habe sich das Team eher informell abgestimmt und einzelnen Teammitgliedern viel Autonomie für ihre jeweiligen Aufgabenbereiche gegeben, während im Umgang mit Ansprechpartnern vor Ort Hierarchien und Protokoll bisweilen eine große Rolle spielten. „Bei der Eröffnungsfeier wurde das sehr deutlich, sie war sehr formell gehalten“, erzählt Stallbaumer mit einem Schmunzeln. „Die rund 300 anwesenden Gäste lauschten den Rednern, die in einer zuvor klar bestimmten Abfolge reden durften und es gab eine festgelegte Sitzordnung.“

Für die Führungskräfte aus Südafrika, Deutschland, Mexiko und Brasilien war die Umsetzung des Business Impact Projektes in einem Schwellenland und die Reise nach Kambodscha eine prägende Erfahrung, sowohl für sie persönlich als auch für ihre zukünftigen Führungsaufgaben im Unternehmen. Zwei Aufgaben haben sie noch zu bewältigen: eine Bibliothekarin soll im Lernzentrum angestellt werden, und es sollen Stipendien für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien angeboten werden, damit sie am Unterricht teilnehmen können.

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IT-Führungskräfte lernen den chinesischen Markt kennen

Mit den Führungs-Herausforderungen, denen Chief Information Officer in Deutschland gegenüber stehen, hatten sich die Teilnehmer des CIO Leadership Excellence Programms bereits im ersten Modul im Herbst vergangenen Jahres beschäftigt. Nun verbrachten 20 IT-Executives einige Tage in China, um den chinesischen Markt und die Kultur besser zu verstehen.

Für das zweite Modul des CIO Leadership Excellence Programms der WHU reisten die Programm-Teilnehmer im Mai nach China, um sich dort mit den Besonderheiten und Herausforderungen der chinesischen Wirtschaft auseinanderzusetzen. Auf der Agenda des viertägigen Weiterbildungsprogramms in Peking und Shanghai standen unter anderem Vorträge an der FUDAN Business School zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und aktuellen Entwicklungen in der chinesischen Politik und Wirtschaft. Des Weiteren erhielten die Teilnehmer bei Besuchen von Unternehmen wie SAP, HP oder Daimler einen umfassenden Einblick in die Geschäftskultur und hatten unter anderem die Gelegenheit, sich mit chinesischen CIOs über ihre Erfahrungen auszutauschen. Ein Besuch bei den Delegationen der Europäischen Union und der Europäischen Handelskammer rundeten das Programm ab.

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Wie verhandeln erfolgreiche Manager?

Sowohl im beruflichen wie auch im privaten Alltag ist eine starke Verhandlungskompetenz unabdingbar. In einem neuen Weiterbildungsprogramm der WHU – Otto Beisheim School of Management lernen Führungskräfte die wichtigsten Grundprinzipien und Techniken für Verhandlungen. Im Vordergrund der praxisorientierten Ausbildung für Manager stehen Verhandlungen zwischen mehreren Parteien und Kulturen.

Führungskräfte machen oft die Erfahrung, dass Verhandlungen durch die Persönlichkeit und die Herkunft der beteiligten Personen beeinflusst werden.Das neue Weiterbildungsprogramm der WHU bereitet Manager auf die Schwierigkeiten vor, die während einer Verhandlung auftreten können. Das Programm richtet sich sowohl an Führungskräfte, die ihre Verhandlungskompetenz verbessern wollen als auch an Manager, die bisher kaum Erfahrung mit Verhandlungen gesammelt haben.

„Das Erfolgsrezept für Verhandlungen lautet: Geduld, Hartnäckigkeit und Übung“, betont Professor Lutz Kaufmann, Faculty Director des Programms. Die Teilnehmer lernen zum einen die Kernprinzipien und Techniken von Verhandlungen, zum anderen werden sie mit verschiedensten Verhandlungssituationen konfrontiert. Da Missverständnisse zwischen Kulturen häufig Ursache gescheiterter Verhandlungen sind, wird das Thema Interkulturelle Verhandlungen im WHU Negotiations Program intensiv behandelt: „Um die Verhandlungsabsichten der anderen Seite lesen zu können, muss man auch verstehen, warum er in einer gewissen Art und Weise handelt“, erklärt Kaufmann. Es ist daher besonders wichtig, die kulturspezifischen Wertvorstellungen und Kommunikationsgepflogenheiten zu kennen und diese anhand einer Kulturanalyse richtig einordnen zu können. Dadurch könnten Fehler, die aufgrund von Vorurteilen gemacht werden, oft vermieden werden.

Weiterhin lernen die Teilnehmer komplexe Verhandlungen mit diversen Partnern und zu vielfältigen Themen zu bewältigen – eine Fähigkeit, die für Führungskräfte immer wichtiger wird. Das fünftägige Weiterbildungsprogramms findet erstmalig im Juni 2014 in Düsseldorf statt.

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