"Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf" – Na und?!

Ob selbst gewählt oder unfreiwillig: Jede Führungskraft steht irgendwann vor dem Punkt, sich von einem bestehenden Job zu lösen und eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Wer den alten Arbeitsplatz verlässt und auf der Suche nach einer passenden Position als Führungskraft ist, muss sich plötzlich sehr intensiv mit der eigenen Persönlichkeit, seinen fachlichen Fähigkeiten und der Frage „Wo will ich eigentlich hin?“ auseinandersetzen. Die Übergangsphase zwischen zwei Jobs kann und sollte jedoch genutzt werden um sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln.

Persönliche Weiterentwicklung und Netzwerkerweiterung

Vor allem langjährige Führungskräfte, die sich bewusst dafür entscheiden, den aktuellen Job aufzugeben um sich neuen Aufgaben zu widmen, verbringen schon vor der Kündigung viel Zeit mit Selbstreflexion. Meist haben sie gemerkt, dass sie im aktuellen Unternehmen nicht mehr zufrieden sind oder sich nicht weiterentwickeln können. Wird ein Arbeitsverhältnis jedoch unternehmensseitig aufgelöst, steht eine eher plötzliche Neuorientierung an.

In beiden Fällen ist es empfehlenswert, die Zeit zwischen Jobs sinnvoll zu nutzen – zum einen für persönliche Weiterentwicklung, und zum anderen zur Erweiterung des eigenen professionellen Netzwerks. Beides ist sowohl hilfreich, wenn der „Anschlussjob“ schon feststeht, als auch wenn es noch darum geht, eine passende neue Position zu finden.

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Diese Fragen sollten Sie sich bei der Suche nach einer geeigneten Stelle im höheren Management stellen:

  1. Wo liegen meine bisher ungenutzten Potenziale und wie kann ich diese zukünftig einbringen?
  2. Wie bewerte ich meinen eigenen Führungsstil und wie bewerten ihn meine Mitarbeiter im Vergleich bzw. wie erhalte ich objektives Feedback zu meinem Führungsstil?
  3. Welche meiner Fähigkeiten sollte ich erweitern, welche Führungslücken schließen um Veränderungsprozesse zu antizipieren sowie die persönliche Leistung (und die meiner Mitarbeiter) bereichsübergreifend zu steigern?
  4. Bin ich eine Führungskraft, die für das Zeitalter der digitalen Transformation mit den relevanten Skills ausgestattet ist? Wie sollte ich mein Profil schärfen?
  5. Führe ich mein Unternehmen zeitgemäß bezogen auf aktuelle Entwicklungsprozesse?

Diese Fragen lassen sich selten ohne ein externes Feedback umfassend und zufriedenstellen beantworten. Trotzdem sollten Führungskräfte gerade berufliche Übergangsphasen nutzen, um sich diesen – teils unbequemen Fragen – zu stellen, bevor diese im Alltag untergehen.

Als Führungskraft zwischen zwei Jobs – Zeit für persönliche Entwicklung nutzen

Eine Möglichkeit, die sowohl zur persönlichen (und fachlichen) Entwicklung als auch zur Erweiterung des eigenen Netzwerks beitragen kann, ist Weiterbildung. Insbesondere sogenannte „Executive Education“ Anbieter sind darauf spezialisiert, gerade für erfahrene Führungskräfte geeignete Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten. In „Advanced“ oder „Executive“ Management Programmen geht es weniger darum, sich noch einmal Grundlagenwissen anzueignen. Vielmehr bieten diese Weiterbildungen einen geeigneten Rahmen, der zur Selbstreflexion anregt, in dem neuen Ideen im geschützten Raum getestet werden können und der einen intensiven Austausch auf Augenhöhe mit anderen Teilnehmenden zur Erweiterung des eigenen Netzwerks fördert. Zusätzlich profitieren Führungskräfte selbstverständlich auch von einer Aktualisierung ihres Fachwissens.

Die meisten Executive Education Weiterbildungen für erfahrene Führungskräfte fächern sich in Themenbereiche auf, die Sie gezielt auf Top Management Positionen vorbereiten bzw. Sie unterstützen, eine solche Position auszufüllen: beispielsweise Transformationsprozesse in Unternehmen, strategische Herausforderungen oder authentisches Führen. Netzwerkerweiterung passiert dabei fast automatisch, denn diese intensiven Weiterbildungsprogramme basieren auf dem „Sparring-Prinzip“: Dozierende sehen sich nicht nur als Lern-Partner auf Augenhöhe sehen, sondern sorgen für Austausch und „Sparring“ zwischen den Teilnehmenden.

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Weiterbildungsprogramm für Senior Führungskräfte

Mit dem „Sparring-Prinzip“ arbeitet auch das Advanced Management for Senior Professionals Program der Executive Education an der WHU – Otto Beisheim School of Management. In zwei dreitägigen Sessions erhalten Teilnehmer aus dem Top Management die Gelegenheit, Ihre eigenen Sichtweisen zu reflektieren und neue Herangehensweisen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.

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Raus aus dem Alltag: Zeit für gesellschaftliche Verantwortung

Manchmal ist es Zeit, alte Bahnen zu verlassen und neue Wege zu beschreiten. Das muss nicht zwingend bedeuten, die beruflichen Ziele oder die Karriere zu vernachlässigen, kann aber frischen Wind in bestehende Gedankenmuster und -strukturen bringen. Nutzen Sie als Führungskraft doch einmal dafür, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dies kann Hand in Hand mit einer persönlichen (beruflichen) Weiterentwicklung gehen, denn es gibt Weiterbildungsprogramme, die beides miteinander vereinen. Ein Beispiel ist das General Management Plus Program der WHU, welches den Aufbau eines Social Business mit echtem Entrepreneurship-Spirit vereint. Teilnehmer dieses Programms frischen Ihr Wissen im Bereich General Management auf und entwickeln gleichzeitig ein eigenständiges Geschäftsmodell in einem asiatischen Schwellenland.

sanity imageDr. Rebecca Winkelmann, Managing Director WHU Executive Education

Über die Autorin

Dr. Rebecca Winkelmann ist Managing Director der Executive Education an der WHU – Otto Beisheim School of Management. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hochschulmanagement insgesamt begleitet Rebecca seit sieben Jahren einzelne Führungskräfte und ganze Organisationen zum Thema „Personal Development“ und entwickelt Weiterbildungsprogramme.

Über WHU Executive Education

Die WHU – Otto Beisheim School of Management ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule im Universitätsrang mit Sitz in Düsseldorf und Vallendar. Sie wurde 1984 gegründet und genießt heute sowohl national wie international hohes Ansehen. Die WHU Executive Education bietet erstklassige Weiterbildungsprogramme für High Potentials und Führungskräfte im mittleren und höheren Management an. Unser Portfolio beinhaltet Maßgeschneiderte Programme für Unternehmen, Offene Programme (u.a. Leadership, Advanced Management, General Management, Finanzen, Venture Capital) für Einzelpersonen und Kleingruppen sowie Konferenzen.

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WHU Verhandlungsexperte Prof. Dr. Lutz Kaufmann kommentiert Brexit-Verhandlungen

Dieser Artikel ist nur in englischer Sprache verfügbar.

"While the news are dominated by the main protagonists at the negotiations table, Theresa May and Jean-Claude Juncker, the main complication lies in the many many many “back tables”. On the British side, it is of course the Brexiteers, different factions in May’s party and in parliament in general, Ireland, Scotland… But also on the EU side, one must always be aware that single countries who are playing with the idea of also leaving the EU watch the current case very closely. There are also elections for the EU parliament coming up in Spring. These elections will of course have huge national implications. Therefore, there are as many back tables as there are complicated technical/legal issues to be solved. It is probably the most difficult political negotiation during our time. Now, more than for any other negotiation two guiding principles should be followed: ´don’t judge too quickly` and ´never stop negotiating`."

Professor Dr. Lutz Kaufmann is Professor of International Business & Supply Management at WHU. He is an expert in negotiations and teaches in WHU's Negotiations Program for managers and executives.


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Hochkarätige Redner bei Konferenz zum Thema Corporate Transformation

Zum ersten Mal veranstaltete der WHU Executive Education Bereich der WHU – Otto Beisheim School of Management den Campus for Corporate Transformation am 26. September am Campus in Düsseldorf. Hochkarätige Redner mit Führungspositionen teilten Ihre Erfahrungen zum Thema „Digital Transformation: Perspectives from the Top“ mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

sanity imagesanity imageTeilnehmer während eines der Q&A's

„Wir sind sehr erfreut, prominente Führungskräfte der deutschen Wirtschaft zu diesem neuen Konferenzformat an der WHU begrüßen zu dürfen. Der Campus for Corporate Transformation bietet Ihnen praxisnahe Einblicke in die Implementierung von digitalen Strategien auf Top Management Ebene in den verschiedensten Industrien“, so begrüßte Prof. Dr. Serden Ozcan, Akademischer Direktor des Executive Education Bereichs und Lehrstuhlinhaber für Innovation und Corporate Transformation der WHU, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

sanity imageMaximilian Viessmann

Aus der Geschäftsführer-Perspektive liegt das Verständnis von digitaler Transformation in der Differenzierung des Managements und der Abgrenzung von traditionellen Strategien. In seinem Vortrag verdeutlichte Friedrich Joussen, CEO der TUI Group, dass TUI im Zuge der digitalen Transformation den Unternehmensfokus auf Größenvorteile richte und seine Kernkompetenz auf die Massen-Individualisierung anpasse. Um dies zu erreichen, wären das Arbeiten mit Cloud-Systemen, die Auslagerung von Daten auf dezentrale Datenbanken und deren individualisierte Auswertung unabdingbar. Maximilian Viessmann, Group CEO bei Viessmann, fügte für die Energiebranche hinzu, dass Digitalisierung auch das kulturelle Umfeld eines Unternehmens beeinflusse und nicht nur auf technischer, sondern auch auf persönlicher Ebene greifen müsse.

sanity imageChristopher Delbrück

Lothar Harings, Personalvorstand bei Kühne + Nagel, knüpfte an die Worte seines Vorredners an und verdeutlichte die Notwendigkeit zur Förderung digitaler Talente und zur Schaffung einer geeigneten Tech-Kultur. Aus der Sicht des Personalverantwortlichen bedeute Transformation Veränderung aus dem Management selbst heraus und nicht mehr von oben herab. Mike Zöller, Berater und Partner bei der Andersch AG, betonte die positiven Effekte der digitalen Transformation, wie zum Beispiel die Schaffung neuer Arbeitsplätze und den Einsatz neuer wegweisender Technologien und Infrastrukturen.

Aus finanzwirtschaftlicher Sicht fordere die digitale Transformation eine zunehmende Standardisierung in allen Geschäftsbereichen und die Investition in wertsteigernde Digitalisierungsstrategien. Die Finanzvorstände Dr. Yorck Schmidt und Christopher Delbrück bestätigten, dass neue Kompetenzen in die Finanzabteilungen integriert und traditionelle Arbeitsprozesse auf automatisierte und App-gestützte Services umgestellt würden.

sanity imagePodiumsdiskussion

Im Anschluss an die Rednerbeiträge folgte eine anregende Podiumsdiskussion, die von Dr. Peter Kreutter, Direktor der Stiftung WHU moderiert wurde. „Der WHU Campus for Corporate Transformation feierte dieses Jahr in diesem Format seine Premiere und wir sind sehr stolz auf die hervorragende Resonanz der Konferenz“, mit diesen Worten fasste Prof. Dr. Stefan Spinler, Leiter des Kühne-Instituts für Logistikmanagement an der WHU, die Konferenz zusammen. Die eintägige Veranstaltung wurde organisiert von den WHU-Professoren Serden Ozcan und Stefan Spinler und in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt durch den WHU Executive Education Bereich der WHU ausgeführt.

Der nächste Campus for Coroporate Transformation findet am 25. September 2019 am WHU Campus Düsseldorf statt.

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Neu: Management für Non-Profit-Führungskräfte

Fünftägiges Weiterbildungsprogramm findet im September 2018 statt

In Kooperation mit der Deutschen StiftungsAkademie gGmbH (DSA) bietet die WHU – Otto Beisheim School of Management im Herbst 2018 erstmals ein spezielles Management Programm für Non-Profit-Führungskräfte an. Ziel der fünftägigen Programmwoche ist es, den strategischen Handwerkskasten der Teilnehmenden systematisch zu erweitern, ihnen neue Impulse zu geben sowie Netzwerke zu eröffnen, um sie für einen möglichen nächsten Entwicklungsschritt im Non-Profit-Umfeld zu qualifizieren.

Der Non-Profit Sektor befindet sich in einem weitreichenden Wandel – nicht nur ausgelöst durch Digitalisierung und Internationalisierung, sondern auch durch soziale Innovationen und eine steigende unternehmerische Grundhaltung. Dr. Andrea Rudolph, Geschäftsführerin der DSA, sieht hier Handlungsbedarf: „Wir von der DSA wollen den damit verbundenen Weiterbildungsbedarf bei Führungskräften gezielt adressieren. Die Expertise und das Netzwerk in diesen Themenfeldern machen die WHU für uns zu einem idealen strategischen Partner“.

Das Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte geht gezielt auf die organisatorischen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Non-Profit-Organisationen ein. Das Team von Referentinnen und Referenten wurde gezielt aus der Wissenschaft, erfahrenen Coaches für den dritten Sektor sowie ausgewählten Praktikern aus Stiftungen rekrutiert. Von der akademischen Seite unterrichten unter anderen Prof. Dr. Christian Schlereth, Inhaber des Lehrstuhls für Digitales Marketing an der WHU und Prof. Dr. Georg Stadtmann vom Lehrstuhl für VWL, insbesondere Wirtschaftstheorie der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) mit den Teilnehmenden in interaktiven Lernsessions Fragen der Digitalisierung und Behavioral Finance. Mit Nicole Dufft, fibonacci & friends sowie Tobias Leipprand von Mercator LEAD konnten zwei erfahrene Coaches für die Führungsfragestellungen beziehungsweise agile Methoden gewonnen werden. Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, sowie Dr. Carsten Rübsaamen, CEO & Co-Founder BOOKBRIDGE, runden mit Case Studies zu strategischer Transformation von Stiftungen und Social Entrepreneurship das Ausbildungsportfolio ab.

Das Management Programm für Non-Profit Führungskräfte findet vom 17. bis 21. September 2018 am WHU Campus in Düsseldorf statt. Zielgruppe des Programms sind Führungskräfte und Toptalente aus dem Stiftungs- und Non-Profit-Bereich mit mindestens fünf Jahren Führungserfahrung.

Mehr Informationen zum Programm.

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